SSI für Deutschland Konsortium startet dezentrales Identitäts-Netzwerk

Pressemitteilung vom „SSI für Deutschland“ Konsortium, 27.08.2020

Frankfurt am Main, 27. August 2020: Das “SSI für Deutschland” Konsortium, welches vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird, hat ein dezentrales Identitäts-Netzwerk erfolgreich aufgebaut und wird darauf in den kommenden Monaten verschiedenste Anwendungsfälle umsetzen.

Das “SSI für Deutschland” Konsortium hat am Freitag, 21.08.2020, den Betrieb eines dezentralen Netzwerks für digitale Identitäten begonnen. Das Netzwerk wird zunächst als Testnetzwerk von neun unterschiedlichen Knoten betrieben und schon innerhalb des nächsten Monats auf 15 Knoten ausgebaut. Zukünftig soll das dezentrale Identitäts-Netzwerk von einer Europäischen Genossenschaft verwaltet werden, welche Partnern in ganz Europa offensteht.

Das “SSI für Deutschland” Konsortium ist ein Zusammenschluss öffentlicher und privater Institutionen, die sich zum Ziel gesetzt haben, ein offenes Ökosystem für die Identitätsverwaltung in Europa aufzubauen. Die Lösung des Konsortiums baut auf offenen Standards und Open-Source-Technologie auf und zeichnet sich besonders durch Datensparsamkeit und -transparenz aus. Nutzer*innen erhalten mit der Lösung die Möglichkeit, ihre Identitätsinformationen selber zu verwalten und zu entscheiden, wann und mit wem sie diese teilen möchten. Das Konsortium evaluiert auch industrielle Szenarien, bei denen Identitäten von Maschinen, Fahrzeugen und IoT Geräten berücksichtigt werden.

Das Projekt wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen der Wettbewerbsphase des Innovationswettbewerbs “Schaufenster Sichere digitale Identitäten” gefördert. Das Konsortium wird aktuell von der Main Incubator GmbH geleitet.

Mit dem Aufbau des dezentralen Identitäts-Netzwerks schaffen wir die Grundlage für den Austausch von Identitätsinformationen, welches Verifizierbarkeit, Privatsphäre, Datenhoheit und Souveränität für alle Beteiligten ermöglicht”, so der Programmleiter des Konsortiums, Helge Michael.

Am Projekt beteiligt sind neben der Main Incubator GmbH noch folgende Partner:

Bundesdruckerei GmbH, Robert Bosch GmbH, esatus AG, Technische Universität Berlin, Creditreform Boniversum GmbH, Commerzbank AG, Deutsche Bahn AG, ING Deutschland, Verband der Vereine Creditreform e.V., das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Bank-Verlag GmbH, regio iT GmbH, Siemens AG, Stadt Köln, Telekom Innovation Laboratories (Deutsche Telekom AG), GS1 Germany GmbH und Festo SE & Co. KG.